Wolfsricht

Wolfsricht, ein Dorf im Wandel der Zeit

Die Ortschaft Wolfsricht hat sich in den letzten 20 Jahren enorm entwickelt. Folgend ein paar chronologisch aufgeführte Eckpunkte in der Entwicklung von Wolfsricht.

Historie

Der etwa 428 Meter über dem Meeresspiegel liegende Ort Wolfsricht entstand wohl um das Jahr 1000 nach Christus. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1270.

Im Jahr 1670 zählte der Ort fünf Familien. Dazu gab es Besitztümer eines Neumarkter Adelsgeschlechtes in Wolfsricht. Fast 300 Jahre behielt die Ortschaft seine Größe.

1992 gab es 8 Anwesen. Mit Beschluss des Gemeinderates im Jahre 2010 wurde Wolfsricht vom Weiler zum Dorf.

Im Jahre 2013 gibt es 15 Anwesen und 51 Einwohner, davon 15 Kinder unter 12 Jahren.

 

Chronologische Darstellung von Ereignissen

1962                 

Anschluss der Flurbereinigung und Gründung einer Dreschgenossenschaft Wolfsricht- Neuricht. Es wurde ein Mähdrescher gekauft und eine dafür nötige Halle erbaut (5mx9m)

1964                 

Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung

1992                 

Bei der 850 Jahrfeier der Gemeinde Berngau trat die Ortschaft Wolfsricht beim historischen Festzug in Erscheinung.

Planung einer Kapelle.

Schweizfahrt: Besuch des Friedensheiligen Bruder Klaus in der Flüe, Patron der Landjugend und des Landvolkes.

1993

Im Jahre 1993 nahm sich die Dorfgemeinschaft vor, eine Kapelle in Eigenregie in der Dorfmitte zu errichten. Mit Zuschüssen von 5.000 DM der Pfarrei und 5.000 DM der Gemeinde entstand durch die enorme unentgeltliche Eigenleistung der Dorfgemeinschaft von 2.700 Stunden und weiteren Spenden und Beiträgen eine Bruder Klaus Kapelle.

Seit dieser Zeit der gemeinschaftlichen Errichtung der Kapelle stärkte sich der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.

Einweihung 25. September 1993 mit Bischof Dr. Karl Braun (Eichstädt).

Festredner war der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Hans Maurer. Auch der zu dieser Zeit amtierende Landwirtschaftsminister Reinhold Bocklet war anwesend zur Einweihung.

Seither richtet Wolfsricht jährlich zu Ehren des Landvolk- und Landjugendpatrons Bruder Klaus um den 25. September ein Patrozinium mit mehreren tausend Besuchern aus.

Zur Kapelle gibt es einen separaten Link.

1994 bis 1998

Unter anderem: Erster Kirchweihbaum, Besuch Wallfahrer aus Berlin, Aufführung: Die Laienspielgruppe aus Dietfurt spielen Szenen aus dem Leben von Bruder Klaus, Erste Fassung des Dorfliedes, Erste Dekanatswallfahrt des Dekanats Neumarkt/OPf. nach Wolfsricht. Zur 50 jährigen Heiligsprechung von Bruder Klaus im Jahre 1997: Besuch von Bischof Mixa und Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer (dem heutigen Ministerpräsidenten). Im Jahre 1998 fan der erste Jugendabend der umliegenden Jugendgruppen statt.

1999

Bau eines Bruder Klaus Brunnens in Eigenleistung.

2000-2007

Die Ortschaft Wolfsricht wird im Jahre 2000 mit der Bruder Klaus Medaille vom Augsburger Bischof in der Wieskirche ausgezeichnet. Diese wird in 2001 Mittelpunkt des Tabernakels in der Kapelle. Im gleichen Jahr wird das Allerheiligste durch Generalvikar Limbacher eingesetz.

Im Jahre 2003 bringt der bayerische Rundfunk das sog. „Zwölfuhrläuten“ aus Wolfsricht (Glocke der Kapelle).

Besuche unter anderem von Bischof Don Gentil Delazari aus Sinop, Brasilien (2002), Bischof Mixa (2003), Erzbischof Dr. Karl Braun aus Bamberg (2004), Bruder Klausen Kaplan Ruidi Hüppi aus der Schweiz (2005), Generalvikar Limbacher (2007). In 2003 und 2006 fanden zwei Dekanatswallfahrten des Dekanats Neumarkt i.d.OPf. in Wolfsricht statt.

2008-2009

Feier "15 Jahr Bruder Klaus Kapelle" mit Besuch von Erzbischof Dr. Karl Braun und Landtagspräsident Alois Glück. Im Jahre 2009 fand eine Dekanatswallfahrt des Dekanats Neumarkt i.d.OPf. in Wolfsricht statt.

Es begannen die Planungen zur Dorfhalle mit Kinderspielplatz.

2010

Abbruch der baufälligen Mähdrescherhalle.

13. März: Baubeginn der Dorfhalle mit Aufenthalts-, Jugendraum und Kinderspielplatz.

26. März: Gründung des Bruder Klaus Verein Wolfsricht 2010 e.V.
Der Zweck des Vereins ist die Förderung von Heimatpflege, Heimatkunde und Kultur sowie die Förderung des traditionellen dörflichen Brauchtums. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Übernahme der bestehenden Bruder Klaus Kapelle und deren Unterhalt
  • Mithilfe bei der Erstellung einer Dorfhalle mit Nebengebäude und Kinderspielplatz auf Gemeindegrund sowie der anschließende Unterhalt
  • Vorhaben, die nachhaltig die dörfliche Identität und Entwicklung fördern
  • Organisation und Durchführung von Versammlungen und Veranstaltungen

2011

Fertigstellung des Kinderspielplatzes bei der Dorfhalle.

Bepflanzung der Außenanlagen rund um die Dorfhalle.

26. Juni 2011: Nach Fertigstellung erfolgte am 26. Juni 2011 die Einweihung und feierliche Segnung der Dorfhalle mit Aufenthalts-, Jugendraum und Kinderspielplatz.

Zur Dorfhalle gibt es einen separaten Link.

2012

Errichtung eines Marienbildstockes am Kinderspielplatz bei der Dorfhalle.

2013

Übertragung des Grundstücks der Bruder Klaus Kapelle von Karl und Maria Klebl auf den gegründeten Bruder Klaus Verein Wolfsricht. Der Verein wird damit zum Träger und Eigentümer der Kapelle.

2016

In 2016 wurde der komplette Vorplatz zur Kapelle in Eigenleistung renoviert und ausgebaut. Es wurde ein barrierefreier Eingang geschaffen, der einen Zugang zur Kapelle ohne Treppenstufen erlaubt.  Zudem wurden die Grünflächen und die Fläche um die Kapelle neu angelegt.

2018

In 2018 wurde ein Kreuzweg zwischen Berngau und Wolfsricht errichtet.